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Schmucke Schattenspender

Ein Schattenspender ist ein Muss für jeden Garten mit Aufenthaltsqualität. Doch im Idealfall sollte ein Sonnenschutz nicht nur praktisch sondern auch schön sein und sich harmonisch in das Gesamtbild des Gartens einfügen. Mit Bernhard Roth aus Fürstenzell gibt hier ein Gartengestalter Auskunft, worauf man bei der Wahl des Sonnenschutzes sowohl unter praktischen als auch unter ästhetischen Aspekten achten sollte.

Wer an Beschattung für den Garten denkt, hat oft die ganz natürliche Variante des Sonnenschutzes, den Baum, gar nicht auf der Rechnung. „Unter einem Baum im Schatten zu sitzen, ist etwas ganz Besonderes“, schwärmt Bernhard Roth, Gartengestalter und Mitglied der Gärtner von Eden aus Fürstenzell. „Bäume bieten eine einzigartig natürliche Atmosphäre, die keine andere, noch so kreative Konstruktion erzeugen kann.“ Dabei muss es gar kein uralter großer Baum sein, unter dessen Zweigen man der Sonne entflieht. Eine tolle Variante dieses natürlichsten aller Schattenspender sind Spalierbäume mit schirmförmig erzogenen Kronen. „Sie bilden – meist als Gruppe gepflanzt – ein lebendig grünes Dach und breiten sich wie ein natürlicher Schirm über Sitz- oder Ruheplatz“, so der Experte.

Sonnenschutz auf und zu

Soll es dann doch der klassische Sonnenschirm sein, steht man vor einer riesigen Auswahl von klein bis riesig, eckig und rund, dezent in Weiß oder auch in knalligen Statementfarben. „Wichtig ist, beim Kauf auf Hochwertigkeit zu achten“, rät Bernhard Roth. „An günstigen Modellen hat man in der Regel nicht lange Freude.“ Seiner Erfahrung nach ist der Sonnenschirm vor allem etwas für Freunde großer Flexibilität, denn grundsätzlich kann er – je nach Größe mit etwas Aufwand – an jedem beliebigen Ort im Garten aufgestellt werden. „Außerdem braucht es in der Regel nur wenige Handgriffe, um einen Sonnenschirm aufzuspannen. Kippbare Modelle sorgen für einen dem Sonnenstand anpassbaren Schattenwurf, und auch größere Exemplare sind meist über Kurbeln oder Seilzüge ohne großen Kraftaufwand bedienbar“, zählt Bernhard Roth weitere Vorzüge des Sonnenschirms auf. Sollten Gartenbesitzer mehrere Plätze im Garten beschatten, aber nicht bei jedem Ortswechsel auch ihren Sonnenschirm mitnehmen wollen, rät der Experte, mehrere gleiche Schirme anzuschaffen: „Das schafft einen schönen optischen Zusammenhalt.“

Segel setzen

Starke Akzente sowohl in Sachen Stil als auch bei der Farbe lassen sich mit Sonnensegeln setzen. Sie überzeugen zumeist durch schlichte Einfarbigkeit und lassen sich damit in jedes Farbkonzept integrieren, ohne selbst zu dominant zu wirken. Stattdessen zaubern sie mit ihrer zeltartigen Konstruktion einen Hauch von Mittelmeer- oder auch Orientatmosphäre in den Garten. „Da Sonnensegel durch ihre Größe dem Wind viel Angriffsfläche bieten, ist es wichtig, sie mit einer passenden Konstruktion stabil zu verankern. Praktisch ist auch die Ausstattung mit Windsensoren. So werden die Segel bei kritischer Windstärke automatisch eingerollt“, erklärt Bernhard Roth. Dafür brauchen sie natürlich einen Motor. Einfachere Modelle werden per Hand ein- und ausgerollt. Dem Sonnenschirm sind sie – je nach Ausführung – bei der Größe der beschatteten Fläche überlegen, allerdings sind sie wegen der notwendigen Aufhängekonstruktion an einen einmal definierten Standort gebunden.

Mehr als Sonnenschutz

Das gilt auch für die Markise, und anders als beim Sonnensegel kann man ihren Standort nicht frei wählen. Sie ist die klassische Terrassenbeschattung, weil sie die Hausfassade als Befestigungsanker braucht. Doch diese Verbindung zum Haus hat auch einen entscheidenden Vorteil: Sie verlängert die Nutzungszeiten der Terrasse, denn unter einer Markise kann man auch bei Regen gemütlich sitzen. „Ist sie zudem mit Heizelementen ausgestattet, macht sie die Terrasse fast zu einem Ganzjahresaufenthaltsort“, erklärt Bernhard Roth. „Damit ist sie weit mehr als ein reiner Schattenspender.“ Auch die Integration eines Windsensors hält der Experte für sinnvoll. Hier, wie bei allen baulichen Sonnenschutzelementen ist es aber wichtig, mit einer Fachfirma zusammenzuarbeiten: „Markisen sind ohnehin Maßanfertigungen. Aber auch ihre Anbringung sollte ein Fachmann übernehmen – aus Sicherheitsgründen, wegen der notwendigen Elektroinstallation, aber auch, um die Wärmedämmung der Fassade nicht zu beeinträchtigen.“

Urlaubsatmosphäre im eigenen Garten

Solide gebaut und gleichzeitig ganz natürlich ist der Sonnenschutz, wenn man sich für eine Pergola entscheidet. „Damit kommt – ähnlich wie mit einem Sonnensegel – mediterranes Flair in den Garten“, schwärmt Bernhard Roth. Er empfiehlt diese Art des Sonnenschutzes vor allem für einen zweiten, abseits des Hauses gelegenen Sitzplatz in der Nachmittags- und Abendstunden. „Ein Laubdach erzeugt ein angenehmes Mikroklima, und wenn man sich eine fröhliche Runde um einen Esstisch unter einer Pergola vorstellt, kommt doch gleich Urlaubsstimmung auf.“

Stilistisch passt sich eine Pergola nahezu jedem Garten an, allein schon, weil es zahlreiche Material- und natürlich unendlich viele Pflanzenvarianten gibt: „Von Holz über Stein bis Metall ist alles möglich, filigrane, mit Rosen berankte Pavillons sind ebenso denkbar wie glyzinienüberwucherte Konstruktionen aus soliden Balken“, so der Experte. Sein Fazit: „Alles eine Frage des Stils.“

Das gilt ohnehin für das gesamte Thema Sonnenschutz; und natürlich sollten auch die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse der Gartenbesitzer bei seiner Wahl berücksichtigt werden. Dann steht einem entspannten Gartentag nichts mehr im Wege.